BausubstanzWarum wir wissen, was in Kreuzberg geht
Die Höfe sind die engsten der Stadt, die Wege durch Vorderhaus, Seitenflügel und Quergebäude die längsten. Beides entscheidet über dein Projekt, bevor es um die Wallbox selbst geht:
So ist Kreuzberg tatsächlich gebaut
- Wohngebäude
- gebaut vor 1919
- gebaut 1949 bis 1990
- gebaut ab 1991
Prägende Bauform: Geschlossene Blockbebauung, Hinterhof (1870er-1918), 5-geschossig (44,6 Prozent der Blöcke). Quelle: Umweltatlas Berlin, Karte 06.12 Baualter der Wohngebäude.
Ein Kreuzberger Hinterhof ist Zufahrt, Müllstandort, Fahrradabstellfläche und Aufstellfläche für die Feuerwehr in einem. Was davon freibleiben muss, bleibt frei, auch wenn dort rechnerisch ein Auto stünde. Wir sehen uns die Fläche und die Durchfahrt an und sagen im Erstgespräch, ob ein dauerhaft nutzbarer Stellplatz realistisch ist. Diese Antwort ist unbequemer als ein Angebot, spart dir aber die Planung eines Ladepunkts, der nie gebaut wird.
Der Hausanschlussraum liegt fast immer im Keller des Vorderhauses. Von dort bis in den hinteren Hofbereich führt der Weg durch Kellergänge, unter Gewölben hindurch und durch Wände aus massivem Mauerwerk. Jeder Durchbruch und jeder Meter zählt: Die Länge bestimmt den Querschnitt der Zuleitung, und der Aufwand steckt fast vollständig in dieser Strecke. Wir gehen sie beim Vor-Ort-Termin ab und legen sie fest, bevor eine Zahl fällt.
In vielen Kreuzberger Altbauten hängt der Zähler in der Wohnung und die Hauptleitung stammt aus einer Zeit, in der es keine Großverbraucher gab. Ein Ladestromkreis braucht dagegen eigenen Platz im Verteiler und eine Schutzeinrichtung, die für Ladeeinrichtungen geeignet ist. Deshalb sehen wir den Zählerplatz und die Steigleitung an, bevor wir über die Wallbox sprechen. Häufig ist der Ladepunkt der Anlass, den Zählerplatz gleich mitzumachen, statt ihn kurz darauf ein zweites Mal zu öffnen.
Du weißt nicht, was davon auf dein Haus zutrifft? Sag uns die Adresse, dann sehen wir es uns an.
Situation einordnen lassen