Warum eine Wallbox und keine Steckdose?
Viele E-Auto-Besitzer laden anfangs über die normale Haushaltssteckdose. Das funktioniert, ist aber weder sicher noch praktisch. Gerade in Berlin und Brandenburg, wo viele Stellplätze in Carports, Tiefgaragen oder Hinterhöfen liegen, lohnt sich von Anfang an eine fest installierte Lösung.
Eine Schuko-Steckdose ist für Dauerbelastung nicht ausgelegt. 8 bis 10 Stunden Laden bei 2,3 kW strapaziert die Leitung, erhöht die Brandgefahr und dauert ewig. Eine Wallbox lädt mit bis zu 11 kW, das ist fast fünfmal schneller und dafür gebaut.
Auf einen Blick
| Frage | Kurzantwort |
|---|---|
| Reicht eine normale Steckdose? | Nein, nur als Notlösung. Für regelmäßiges Laden braucht es eine fest installierte Wallbox. |
| Muss ich die Wallbox anmelden? | Ja, jede Wallbox ist beim Netzbetreiber anmeldepflichtig (§ 19 NAV). Ab mehr als 11 kW zusätzlich genehmigungspflichtig. |
| Wer ist der Netzbetreiber? | In Berlin die Stromnetz Berlin GmbH, in Brandenburg meist die E.DIS Netz GmbH. |
| Wie lange dauert die Installation? | In der Regel ein halber bis ein ganzer Arbeitstag. |
| Was treibt den Aufwand? | Leitungsweg, Zustand des Zählerschranks, Wallbox-Modell und mögliche Grabungsarbeiten. |
| Was kostet das? | Nach der Bestandsaufnahme bekommst du ein verbindliches Festpreisangebot, ohne versteckte Kosten. |
Wichtig: Eine normale Steckdose ist nur eine Notlösung. Für regelmäßiges Laden ist eine fest installierte Wallbox die sichere Wahl, da sie auf die Dauerbelastung ausgelegt ist und über einen eigenen, abgesicherten Stromkreis läuft.
Vorteile einer Wallbox
- Sicherheit: eigener Stromkreis mit FI-Schutzschalter Typ A-EV (oder höher: Typ F, Typ B)
- Geschwindigkeit: 11 kW statt 2,3 kW, voller Akku über Nacht
- Komfort: Plug & Charge, kein Kabel-Chaos
- Steuerung: Ladezeiten programmieren, PV-Überschussladen, App-Steuerung
- Wertsteigerung: eine Wallbox erhöht den Immobilienwert
Was beeinflusst den Aufwand der Wallbox-Installation?
Der Installationsaufwand variiert von Haus zu Haus. Diese Faktoren bestimmen, was bei dir gemacht werden muss:
- Leitungsweg: Vom Zählerschrank zur Garage/Stellplatz: je länger die Strecke, desto mehr Material und Arbeitszeit
- Zählerschrank: Hat er genug Platz? Ist er TAB-konform? Sonst kommt ein Tausch dazu
- Wallbox-Modell: Einfaches Laden oder mit App, PV-Anbindung, Lastmanagement?
- Grabungsarbeiten: Falls die Leitung unterirdisch zum Carport muss
Gerade im Berliner Altbau aus der Gründerzeit ist der Leitungsweg vom Zählerschrank im Keller oder Treppenhaus bis zum Stellplatz im Hinterhof oft lang. Wie aufwendig eine Bestandsleitung im Altbau wirklich ist, erklären wir auch im Ratgeber zum Sanieren der Elektrik im Altbau.
Festpreis-Garantie: Nach der Bestandsaufnahme bekommst du von uns ein verbindliches Festpreisangebot. Was drinsteht, gilt, keine Überraschungen.
Voraussetzungen für die Wallbox-Installation
Bevor die Wallbox an die Wand kommt, müssen ein paar Dinge stimmen. Diese Übersicht zeigt dir, was vorab geklärt sein muss:
| Voraussetzung | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Netzanschluss | Hausanschluss muss die zusätzliche Last verkraften, wir messen das vorher. |
| Zählerschrank | Platz für zusätzlichen Leitungsschutzschalter und FI-Schutzschalter, TAB-konform. |
| Anmeldung | Anmeldung beim Netzbetreiber (§ 19 NAV), ab mehr als 11 kW zusätzlich Genehmigung. |
| Stellplatz und Leitungsweg | Garage, Carport oder Außenstellplatz, dazu der Weg vom Zählerschrank zur Wallbox. |
1. Netzanschluss prüfen
Dein Hausanschluss muss die zusätzliche Last verkraften. Eine 11-kW-Wallbox läuft an 400 V Drehstrom und zieht ca. 16 Ampere pro Phase (3 × 16 A). Bei einem typischen Einfamilienhaus mit 35 bis 63 A Absicherung ist das meistens kein Problem, wir messen das vorher.
2. Zählerschrank checken
Der Zählerschrank braucht Platz für einen zusätzlichen Leitungsschutzschalter und FI-Schutzschalter. Ist der Schrank veraltet oder voll, muss er modernisiert werden. Wann genau ein Tausch fällig wird, liest du im Ratgeber Zählerschrank modernisieren.
3. Anmeldung beim Netzbetreiber (Berlin & Brandenburg)
Jede Wallbox muss vor Inbetriebnahme beim Netzbetreiber angemeldet werden (§ 19 NAV), egal ob 3,7 kW oder 22 kW. Ab mehr als 11 kW ist zusätzlich eine Genehmigung erforderlich. In Berlin läuft das über die Stromnetz Berlin GmbH, in Brandenburg meist über die E.DIS Netz GmbH. Wir kennen die Vorgaben beider Netzbetreiber und übernehmen die Anmeldung komplett für dich.
4. Stellplatz und Leitungsweg
Wo steht das Auto? Garage, Carport oder Außenstellplatz? Der Leitungsweg vom Zählerschrank zur Wallbox bestimmt den Installationsaufwand.
Ablauf: So installieren wir deine Wallbox in Berlin
1. Erstgespräch
Du rufst an oder schreibst uns. Wir klären: E-Auto-Modell, gewünschte Ladeleistung, Stellplatz-Situation, Zählerschrank-Alter. Nach 15 Minuten hast du einen ersten Überblick.
2. Bestandsaufnahme vor Ort
Wir prüfen Zählerschrank, Hausanschluss, Leitungsweg und Stellplatz. Alles wird dokumentiert, so können wir ein genaues Angebot erstellen.
3. Festpreisangebot
Du bekommst ein detailliertes Angebot: Wallbox, Installation, Material, Anmeldung beim Netzbetreiber, alles inklusive, ein Preis.
4. Installation
Leitung verlegen, Wallbox montieren, FI-Schutzschalter einbauen, alles anschließen und prüfen. In den meisten Fällen an einem Tag erledigt.
5. Prüfung & Anmeldung
Wir messen, prüfen nach DIN VDE 0100 und melden beim Netzbetreiber an. Du bekommst Prüfprotokoll und Dokumentation. Alle Details zu unserer Wallbox-Installation findest du auf der Leistungsseite.
Tipp: Wenn dein Zählerschrank sowieso getauscht werden muss, lass beides zusammen machen. Das spart einen Termin und oft auch Kosten.
Häufige Fehler bei der Wallbox-Installation
- Ohne Fachbetrieb installieren: Eine Wallbox darf nur von einem eingetragenen Elektrobetrieb installiert werden
- Anmeldung vergessen: Ohne Anmeldung drohen Bußgelder und Probleme mit der Versicherung
- Falschen FI-Schutzschalter verwenden: Für Wallboxen ist mindestens Typ A-EV vorgeschrieben
- Zählerschrank ignorieren: Ein veralteter Schrank kann die ganze Installation ausbremsen
- Zu kurz gedacht: Lieber gleich eine 11-kW-Wallbox statt 3,7 kW, auch wenn das aktuelle Auto weniger kann
Schuko-Steckdose gegen Wallbox
Schuko-Steckdose vs. Wallbox zum Laden
Schuko-Steckdose
Wallbox
Warum sich eine feste Ladeeinrichtung beim regelmäßigen Laden lohnt.
Für Dauerbelastung ausgelegt
Ladegeschwindigkeit
Eigener Stromkreis mit FI-Schutzschalter Typ A-EV
Sicherheit bei langem Laden über Nacht
Komfort (Plug & Charge, kein Kabel-Chaos)
Steuerung: Ladezeiten, PV-Überschuss, App
Für regelmäßiges Laden geeignet
Warum TESHGE?
- Ingenieurbetrieb: Planung und Ausführung aus einer Hand
- Eingetragener Installationsbetrieb: Wir dürfen beim Netzbetreiber anmelden
- Festpreisangebot: Keine versteckten Kosten
- Alles aus einer Hand: Von der Bestandsaufnahme bis zur Anmeldung
- Zukunftssicher: Wir planen PV-Anbindung und Lastmanagement gleich mit
Häufige Fragen
Warum reicht eine normale Steckdose zum Laden nicht aus?
Muss ich meine Wallbox beim Netzbetreiber anmelden?
Was beeinflusst den Aufwand der Installation?
Braucht meine Wallbox einen eigenen Stromkreis und FI-Schutzschalter?
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Geschrieben von
Dipl.-Ing. Iyad Shurafa
Geschäftsführer von TESHGE und Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Berlin. Berät Privat- und Gewerbekunden in Berlin und Brandenburg zu allen Fragen rund um Elektroinstallation und Gebäudetechnik.
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